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HNO für Kinder
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Allergien
Was ist eine Allergie? Eine übersteigerte Reaktion!
Steht für eine von der Norm abweichende Reaktion. Was sind Allergene? Jene Substanzen (Pollen, Schimmelpilzsporen, Milben- und Tierbestandteile etc.), die eine allergische Reaktion auslösen.
Was löst eine Allergie aus? Erbliche Veranlagung, individuelle Lebensumstände (Stadt/Land), Umwelteinflüsse, Allergenbelastung während erster Lebensmonate, sowie frühkindliche Atemwegserkrankungen. Kann es mich treffen? Ja! Der Vormarsch allergischer Erkrankungen ist unaufhaltsam. Niesreiz, juckende Haut, Bronchialbeschwerden – rund 25% der Bevölkerung leidet an Allergien. Jedes siebte Kind leidet an asthmatischen Beschwerden.
Wer eine Allergie hat, muss leiden! Falsch! Wer sich nicht behandeln lässt, riskiert den so genannten „Etagenwechsel“, das heißt, aus einem leichten Heuschnupfen kann Asthma werden.
Warten und hoffen? Sofort zum Arzt!
Warten kann in bestimmten Fällen (anaphylaktischer Schock) lebensgefährlich sein. Machen Sie den Allergietest bei Ihrem Arzt!
Beschwerden Typische Anzeichen für eine Allergie: • Ständiges Niesen und verstopfte Nase (auch im Winter) • Saisonaler oder ganzjähriger Reizhusten und Atemwegsbeschwerden • Immer wiederkehrende, juckende Hautausschläge • Erbrechen, Durchfall, Juckreiz im Bereich von Lippen und Gaumen nach dem Genuss von bestimmten Speisen
Diagnostik • Die Krankenvorgeschichte (Anamnese): Fragen über Symptome, Verlauf und Familiengeschichte • Haut-PRICK-Test: Tropfen verschiedener Allergenextrakte werden auf die Haut aufgetragen (Unterarminnenseite) und mit einer kleinen Lanzette wird das Immunsystem mit der Substanz konfrontiert. Nach 20 Minuten wird die Hautreaktion beurteilt. • Bluttest
Um den Allergenverdacht zu bestätigen, wird versucht im Blut eine Sensibilisierung gegen das untersuchte Allergen nachzuweisen. • Provokationstest: Mit dem jeweiligen Allergen im Bedarfsfall.
Es gibt viele Allergien!
Atemwegsallergie Allergie auf Baumpollen, Graspollen, Tiere, Schimmelpilze und Hausstaubmilben mit Niesen, Juckreiz, tränenden Augen, Nasenrinnen oder Husten.
Insektengiftallergie Verursacher sind meistens Wespen und Bienen, mit Symptomen wie Blutdruckabfall, Schwindelgefühl, Zuschwellen des Halses, juckender Nesselausschlag oder Atemnot.
Nahrungsmittelallergie Am häufigsten Kuhmilch, Eiweiß, Soja, Erdnüsse und Fisch als Auslöser mit Symptomen wie Ekzemen, Durchfall, Übelkeit, Zuschwellen des Halses und im schlimmsten Fall als allergischer Schock (Anaphylaxie).
Hautallergien Allergien gegen niedermolekulare Substanzen (Metalle und Düfte, bestimmte Eiweißstoffe) mit Ekzem oder Kontaktdermatitis. Am häufigsten Nickelallergie mit Symptomen wie Juckreiz, Rötung, Blasen auf der Hautstelle.
Arzneimittelallergie Reaktionen wie Nesselausschlag, Schleimhautschwellung aber auch Heuschnupfen oder Asthma, manchmal auch allergischer Schock. Beschwerden manchmal sofort nach Einnahme – z.B. bei Penicillin – oder erst einige Zeit später.
Therapie Die Allergie-Impfung ist die einzige Behandlung, die sich gegen die Ursache der Allergie und nicht nur gegen die Symptome richtet. Dabei wird der Organismus Schritt für Schritt – mittels Zufuhr geringer Mengen des Allergens, auf das der Allergiker unüblich reagiert – an die Stoffe gewöhnt. Dadurch sinkt die Empfindlichkeit (Hyposensibilisierung) und die Symptome verschwinden allmählich. Was bringt die Allergie-Impfung? • Verschwinden bzw. Reduktion der Beschwerden • Medikamentenreduktion zur Symptombekämpfung • Keine saisonbedingten Probleme mehr • Entstehung neuer Allergien wird verringert • Vermeidung des „Abrutschens“ der Symptome in die unteren Atemwege „Etagenwechsel“ Wie lange dauert die Behandlung? Normalerweise 3 Jahre! Schon nach Anfangsbehandlung lässt sich eine merkliche Besserung der Symptome feststellen. Um eine lang anhaltende Wirkung zu erzielen sind 3 Jahre Therapie notwendig.
Autor: FA Dr.Wolfgang Sesztak |
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