 |
HNO für Kinder
|
 |
|
|
|
|
|
|
|
Operationen am Kehlkopf und Kehlrachen
Es gibt zwei Methoden, chirurgisch einen Tumor im Kehlkopf bzw. Rachen zu entfernen:
Von innen, nämlich mittels eines Endoskops (so wie bei einer Gastroskopie) und von außen, wie es sonst chirurgisch üblich ist. Es liegt auf der Hand, dass eine Operationsmethode von außen mehr Aufwand für die Operation und dfie anschließende Erholungsphase bedeutet als ein endoskopisches Operationsverfahren.
Entscheidend für die Wahl des Operationsverfahrens ist die Grundkrankheit. Wenn es sich um einen gutartigen Tumor handelt, wird zu 90 % ein endoskopisches Verfahren angewendet. Handelt es sich um einen bösartigen Tumor, wird heutzutage großteils auch bereitrsein endoskopisches Verfahren angewendet. Hier ist die Größe und Lage des Tumors bestimmend. Denn bei der operativen Therapie bösartiger Tumore ist es wichtig, daß der Tumor zur Gänze und mit einem Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe entfernt werden kann.
Operationen bei gutartigen Tumoren Alle gutartigen kleinen (im Millimeterbereich messenden) Tumore im Kehlkopf werden auch endoskopisch in Narkose entfernt. Hierbei wird durch einen Arbeitskanal unter Zuhilfenahme eines Mikroskops der Tumor mit Mikrochirurgieinstrumenten beseitigt. Gegebenenfalls wird der Laser als Schneidewerkzeug dazu genommen. Bei gutartigen Tumoren ist meistens keine weitere Heilbehandlung nötig.
Operationen bei bösartigen Tumoren Bei bösartigen Tumoren kann es nötig sein, eine Entfernung von regionalen Lymphknoten am Hals durchzuführen. Manchmal ist es auch notwendig eine Anschlussbehandlung mit Strahlentherapie oder Chemotherapie, eventuell auch beides, anzuschließen. Bei größeren Operationen im Kehlkopf – Kehlrachenbereich kann es zu einer gestörten Schluck- und oder auch Stimmfunktion kommen. Die gestörte Schluckfunktion lässt sich großteils mit logopädischen Maßnahmen nach einer Übungsphase wieder herstellen. Wenn die Stimmfunktion des Kehlkopfes wegen des entfernten Tumors gestört ist, besteht die Möglichkeit auch hier mit logopädischer Therapie zu helfen. Bei größeren Kehlkopftumoren muß manchmal der gesamte Kehlkopf aus Sicherheitsgründen entfernt werden. Dann besteht die Möglichkeit, eine Stimmprothese einzusetzen. Bei einer Stimmprothese wird ein Ventil zwischen Luftröhre und Rachen eingesetzt. Somit ist es möglich die Ausatmungsluft von der Luftröhre in den Rachen zu leiten und damit eine verständliche Stimme zu erzeugen.
Risikofaktoren für Kehlkopf- und Kehlrachen-Tumoren • Familienanamnese • Nikotinkonsum • Alkoholkonsum • Beruflicher Kontakt mit krebsgefährdenden Stoffen
Prinzipiell ist die Erkrankungshäufigkeit an großen Tumoren im Kehlkopf/Kehlrachenbereich durch die heutzutage sehr gut entwickelten Untersuchungsmöglichkeiten (Endoskopie) bei den niedergelassenen HNO – Ärzten rückläufig. Dennoch ist wichtig, dass Sie sich regelmäßig beim Facharzt untersuchen lassen. Nur dann ist es möglich, einen Tumor im Anfangsstadium zu erkennen.
Stimmverbessernden Operationen Bei stimmverbessernden Operationen an den Stimmbändern ist eine zweiwöchige Stimmruhe einzuhalten und eine logopädische Stimmtherapie anzuschließen. Außerdem gibt es im Falle einer Recurrensparese die Möglichkeit eine Stimmverbesserung mit einer Stimmbandunterspritzung (körpereigenes Fett oder Bioplastik) oder einer Verschiebung des gelähmten Stimmbands zur Mitte. Dies wird durch das Einbringen einer Spange in den Kehlkopf von außen durchgeführt. Dieser Eingriff wird am wachen Patienten in örtlicher Betäubung unter ständiger Stimmkontrolle durchgeführt.
Autor: FA Dr. Patrick Lajtha |
|
 |
Aktuell
|
 |
|
|
|
|
|
|
 |
Aus dem Inhalt
|
 |
|
|
|
|
|